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Deutsche fahren im Alltag gerne Fahrrad

Fahrrad-Monitor Deutschland 2011 vorgestellt

41 Prozent der Deutschen fahren mehrmals pro Woche Fahrrad, 15 Prozent sogar täglich. Dabei spielen Freizeitzwecke eine untergeordnete Rolle: Rund zwei Drittel nutzen das Fahrrad für Einkäufe oder Erledigungen, 38 Prozent für den Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte. Dies zeigt die neue „Studie Fahrrad-Monitor Deutschland 2011“, die das Meinungsforschungsinstitut SINUS aus Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) erstellt hat.

Die größten Verlagerungspotenziale vom Auto zum Fahrrad bestehen in ländlichen Regionen und in Städten bis 20.000 Einwohner. Hier fahren 84 Prozent mehrmals pro Woche mit dem Auto. Die stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Sabine Kluth sagt: „Als Hindernisse bei der Fahrradnutzung nannten die Befragten bei Wegen zur Arbeit ‚zu weit‘ und ‚zu langsam‘. Um Autofahrer zum Umstieg zu bewegen, müssen daher bessere Angebote geschaffen werden: Mehr Fahrradstellplätze an Bahnhöfen, bessere Radwege oder ausreichende Fahrradmitnahmemöglichkeiten im Nahverkehr.“

Das bestätigt auch der Fahrrad-Monitor: 41 Prozent der Befragten hält die Mitnahme des Fahrrads in Nahverkehrszügen für sehr wichtig. Jeder Dritte kombiniert die Fahrt mit dem Fahrrad mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, zufrieden mit der Abstellsituation an Bahnhöfen und Haltestellen sind die Befragten aber nicht. An Arbeits- und Ausbildungsstätten scheint es hingegen gute Abstellmöglichkeiten zu geben: 42 Prozent benoteten diese mit „sehr gut“, 26 Prozent nannten sie „gut“.

32 Prozent gaben an, das Fahrrad zukünftig häufiger als Verkehrsmittel nutzen zu wollen. Vor allem Personen zwischen 20 und 39 Jahre (37 Prozent) sowie 40 Prozent der Großstädter (mehr als 500.000 Einwohner) geben an, in Zukunft verstärkt Fahrrad fahren zu wollen. Kluth: „Wer in der Großstadt wohnt, kommt mit dem Fahrrad bei Entfernungen von bis zu fünf Kilometern am schnellsten ans Ziel. Die Städte sollten diese Möglichkeiten nutzen und den Radverkehr umfassend durch bessere Wege, fahrradfreundliche Ampelschaltungen und mehr Fahrradparkplätze fördern.“

Für den „Fahrrad-Monitor Deutschland 2011“ hat das SINUS-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und in Zusammenarbeit mit dem ADFC 2.000 Bundesbürgerinnen und -bürger zu ihrer Meinung über das Radfahren in Deutschland befragt, um ein genaues Bild der deutschen Radfahrer zu erhalten.

Fahrradstürze durch Straßenschäden


ADFC: Gemeinden haften im Einzelfall

Die Folgen des Winters bekommen Radfahrer auch im Frühjahr noch zu spüren: Schlaglöcher und Streumaterial können sie aus dem Gleichgewicht bringen. Gemeinden haften jedoch selten, wenn Radfahrer durch Schlaglöcher oder noch nicht beseitigtes Streumaterial zu Fall kommen. Das berichtet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in der aktuellen Ausgabe seines Mitgliedermagazins Radwelt.

So stellte das Landgericht München fest, dass es auch Anfang April noch zu Schneefällen und Glatteis kommen könne. Radfahrer müssten sich auf den Zustand der Straßen und Radwege einstellen und ihr Fahrverhalten den Umständen anpassen (LG München I, 26 O 19348/05). Selbst im Sommer sollten Radfahrer sich noch durch vorsichtige Fahrweise auf provisorisch ausgebesserte Frostaufbrüche einstellen. Bei erkennbaren Fahrbahnschäden haftet die straßenunterhaltspflichtige Gemeinde nicht für die Folgen eines Sturzes (LG Coburg, 21 O 795/06).

„Beim Anerkennen von Schadensersatzansprüchen wegen Straßenschäden sind die Gerichte zurückhaltend. Aber es gibt ein paar erfreuliche Ausnahmen“, sagt ADFC-Rechtsexperte Roland Huhn. So entschied das Berliner Kammergericht, dass die Gemeinde vor einem gefährlichen Baumwurzelaufbruch auf dem Radweg warnen muss, wenn er für aufmerksame Radfahrer nicht zu erkennen ist. Der gestürzte Radfahrer trägt bei so einem Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht keine Mitschuld (KG, 9 U 103/09). Bei einem tiefen Schlagloch reiche es nicht aus, mit Schildern vor dem Straßenschaden zu warnen, anstatt die Schadensstelle zu beseitigen (OLG Saarbrücken, 4 U 185/09).

„Chancen auf Schadensersatz stehen für Radfahrer besser, wenn künstliche Hindernisse den Sturz verursacht haben“, so Roland Huhn. Mehrere Urteile gaben Radfahrern in den letzten Jahren zumindest zum Teil recht: Das Aufstellen eines im Dunkeln schlecht wahrnehmbaren Sperrpfostens mitten auf einem Geh- und Radweg verletzt die Verkehrssicherungspflicht des Wegeeigentümers. Auch wenn der Pfosten wegen fehlender Reflektoren oder Leuchtfarbe erst aus der Nähe zu erkennen war, haftet ein gestürzter Radfahrer zu 50 Prozent mit, wenn er auf dem Weg schon an mehreren Sperrpfosten vorbeigefahren war und deshalb mit weiteren rechnen musste (LG Karlsruhe, 10 U 176/05).

Auch bei abgesenkten Kanaldeckeln haftet die Gemeinde (OLG Frankfurt 1 U 30/08) oder bei Metallketten zwischen Metallpfosten, die nachts kaum zu sehen sind (OLG Hamm 03.02.2009, I-9 U 101/07), ebenso bei nicht markierten Höhenunterschieden zwischen Rad- und Fußweg (LG Münster 25.03.2009, 8 O 34/09).

Das ADFC-Magazin Radwelt liefert zahlreiche Tipps, Trends und Infos rund ums Radfahren und berichtet auch regelmäßig über aktuelle Urteile aus dem Fahrradrecht. Weitere Urteile rund ums Rad finden sich auf der ADFC-Homepage in der Fahrradrechtdatenbank, in der ADFC-Mitglieder kostenlos recherchieren können. Die Radwelt erscheint alle zwei Monate und ist im ADFC-Mitgliedsbeitrag enthalten. Informationen zur Mitgliedschaft gibt es beim ADFC, Postfach 107747, 28077 Bremen, Infoline: 0421/34629-0, E-Mail: kontakt@adfc.de oder im Internet unter
www.adfc.de.

Stiftung Warentest
E-Bikes im Test
Schwache Bremsen und gebrochene Rahmen gab es im Test 2011. mehr



Schleswig-Holstein:

Rasthäuser
für Radler


Melkhüser laden in Schleswig-Holstein neuerdings vor allem Radler zum Rasten ein. In den Holzhütten entlang von Radrouten werden während der Radelsaison Getränke und Snacks angeboten.
Auf der Website von Holstein-Tourismus gibt es auch einen Routenplaner. mehr

Aktivtourismus: Wer radelt, wer wandert?

Köln, 6. April 2011. Rad- und Wandertouristen sind die wichtigsten Zielgruppen im Aktivtourismus in Deutschland. Doch welche Menschen unternehmen solche Urlaube? Welche Eigenarten, Verhaltensweisen und Erwartungen zeichnen sie aus? Wie informieren sie sich über ihr Reiseziel und wo buchen sie ihren Urlaub?


Die Marktstudien „Radreisen der Deutschen“ und „Wandern in Deutschland“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Trendscope zeigen, dass unter beiden Gruppen von Aktivtouristen insbesondere die höheren Altersgruppen stark vertreten sind. Dabei sind die Wanderer im Durchschnitt etwas jünger als die Radfahrer: Während das Durchschnittsalter der Radurlauber bei etwa 51 Jahren liegt, sind die Wanderurlauber mit etwa 48 Jahren im Durchschnitt rund drei Jahre jünger.
Immerhin 18 Prozent der Wanderurlauber sind bereits jetzt älter als 65 Jahre, bei den Radurlaubern fällt dieser Anteil mit 13 Prozent geringer aus. Aufgrund des demographischen Wandels und sich verändernden Lebensstils ist zudem mit einem weiteren Bedeutungsgewinn dieser Gruppe zu rechnen. Für junge Menschen unter 26 Jahren spielen diese Urlaubsformen bisher eine untergeordnete Rolle.
Die große Mehrheit beider Gruppen fährt mit dem Auto zum Ausgangspunkt ihrer Tour. Die Bedeutung der übrigen Verkehrsmittel fällt gerade bei den Wanderurlaubern sehr gering aus, bei den Radurlaubern erfreut sich die Bahn als Verkehrsmittel noch einer nennenswerten Beliebtheit. Dies ist besonders erstaunlich, da die Deutsche Bahn die Mitnahme von Fahrrädern wenig unterstützt und diese beispielsweise im ICE nach wie vor gar nicht möglich ist.
Nur 11 Prozent der Wanderungen ohne Übernachtungen (Tageswanderer) starten von zu Hause aus, ganz im Gegensatz zu den Radlern ohne Übernachtungen (Radausflügler): Hier starten knapp 70 Prozent gleich vom Wohnort. Von den Radurlaubern (mindestens eine Übernachtung) beginnt immerhin etwa ein Drittel die Radtour gleich in der Heimat.
Etwa die Hälfte der Radurlauber und 62% der Wanderurlauber buchen ihre Unterkunft bereits vor Reisebeginn, davon reservieren die meisten direkt beim Beherbergungsbetrieb.

In den Radtourenberichten von
radtouren.net stehen deshalb ortsbezogen Hinweise zu Pensionen, Gaststätten, Privatvermietern u.s.w. - diese werden zunehmend stärker genutzt, weil sich der Radler dadurch langes Suchen erspart.
Vermieter können ihre Quartiere HIER EINTRAGEN.

:: Kopenhagen baut Schnellstraßen für Radfahrer
+ 03.12.2010 + Zurückdrängung des Autos zugunsten des Fahrrades.
Kopenhagen und Amsterdam sind Europas Fahrradhauptstädte und wollen dies auch in Zukunft bleiben. Um den täglichen Fahrradstaus gerecht zu werden, rüstet die dänische Hauptstadt derzeit eine ihrer wichtigsten Einfahrtsstraßen zu einer Fahrrad-Schnellstraße um. mehr

Pedelecs vielen zu teuer - AOK Studie

Eine Studie von ExtraEnergy und der Krankenversicherung AOK hat die Stimmung herkömmlicher Radfahrer gegenüber Pedelecs untersucht. Festgestellt wurde, dass große Teile der Radgemeinde Pedelecs vor allem noch als zu "teuer" empfinden. mehr

Fahrradanhänger

Gefahr durch Schadstoffe

Kinder sind in einem Fahrradanhänger sicherer aufgehoben als in einem Fahrradsitz. Doch vier der geprüften Anhänger enthalten so viele Schadstoffe, dass sie "mangelhaft" abschneiden.

Zu diesem Ergebnis kommen die Stiftung Warentest und der ADAC bei einem Gemeinschaftstest von sieben Fahrradanhängern, drei Fahrradtrailern und zwei Fahrradzugsystemen.Stürzt der Radfahrer bei einem Unfall, kippt keiner der Anhänger im Test mit um, sondern alle bleiben mit den Rädern auf dem Boden. Die Anhänger sind wie eine Art Kokon, der das Kind bei einem Aufprall durch Pufferzonen schützen kann. Doch nicht alle überzeugten in puncto Sicherheit und Komfort fürs Kind.

Zum Risiko für die Kleinen und ihrer Eltern können auch die Schadstoffe in einigen Gurten, Polstern und Schiebegriffen werden. Die Tester fanden erschreckend viele polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Phthalate (Weichmacher), die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen, das Erbgut zu verändern und die Fortpflanzung zu gefährden. Drei Anhänger enthalten nur geringe Mengen dieser Schadstoffe und sind gesundheitlich weniger bedenklich. Der beste unter ihnen ist der "gute" Cougar 2 von Chariot. Zwar ist er mit 715 Euro der teuerste, was sich aber in der Qualität widerspiegelt.Wer zum ersten Mal mit einem Anhänger fährt, sollte ein paar Übungsrunden drehen. Vor allem das Bremsen, Abbiegen und der Kurvenradius unterscheiden sich deutlich vom Alleinfahren. Die Tester raten, einen Rückspiegel am Fahrrad anzubringen, um den Anhänger besser im Blick zu haben.

Auch im Anhänger sollte das Kind einen Fahrradhelm tragen und angeschnallt sein.Der ausführliche Test ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter
www.test.de/fahrradanhaenger veröffentlicht.

ADFC-Entdeckerkarte

Karte entfaltet 50.000 Kilometer Radfernwege

ADFC-EntdeckerKarte macht Lust auf den Radurlaub

Die ADFC-EntdeckerKarte zeigt das Fahrradland Deutschland in allen Facetten: von der Wochenendtour bis zur ausgedehnten Radreise, von der Grenzroute in Schleswig-Holstein bis zum Isarradweg in Oberbayern, vom Kylltalradweg in Rheinland-Pfalz bis zum Oder-Neiße-Radweg an der Grenze zu Polen.

Mit mehr als 50.000 Kilometern Radstrecke bietet die Karte eine gute Übersicht über Deutschlands schönste Radfernwege. Bei der Auswahl der Routen setzt der ADFC auf geprüfte Qualität und hebt die 17 zertifizierten ADFC-Qualitätsradrouten in der Karte besonders hervor. Die Routen aus der Broschüre „Deutschland per Rad entdecken“ bilden einen weiteren Schwerpunkt. Die Broschüre vom ADFC in Kooperation mit der Deutschen Zentrale für Tourismus präsentiert die 150 schönsten Routen und Regionen in Deutschland.

Zusätzlich bietet die ADFC-EntdeckerKarte viele Tipps und Angebote rund um den Radurlaub – mit Informationen zu Reiseplanung und Familientouren sowie zu fahrradfreundlichen Bett & Bike-Gastbetrieben und zur Radmitnahme im Zug. Wer noch mehr wissen möchte, findet auf www.adfc.de/reisenplus viele Infos zum Radurlaub aus einer Hand.

ADFC-Studie: Deutsche lieben ihr Rad
Jeder zweite Deutsche ist mit seinem Fahrrad sehr zufrieden. Am beliebtesten ist das City-Rad. Vor allem Radfahrer, die zur statusorientierten, bürgerlichen Mitte zählen und sehr traditionell geprägt sind, setzen auf das klassische Stadtrad. Konservative nutzen überdurchschnittlich oft das Hollandrad, Trekkingräder finden sich vor allem im intellektuellen Nach-68er-Milieu. Dies ergab eine Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). - Fast jeder vierte Deutsche findet Fahrräder mit integriertem Elektromotor interessant. Vor allem Männer zwischen 60 und 69 Jahren können sich für Pedelecs und E-Bikes begeistern. Der Großteil der Deutschen plant aber weiterhin, sich ein klassisches Fahrrad zu kaufen.
Im Schnitt wollen sie dafür 570 Euro ausgeben. Zunehmend werden aber auch Serviceleistungen wichtig. 27 Prozent der Radfahrer lassen ihr Fahrrad regelmäßig in einer Werkstatt reparieren.
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