seniorenradtouren.de


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Sattel und Lenker

Fahrradtechnik

Interview mit Rolf Häcker, Ergonomie-Experte beim Lenkerhersteller Humpert

Wie man sitzt, so fährt man

Was macht eine optimale Sitzposition auf dem Rad aus?
Das hängt von Körperbau, individueller Beweglichkeit, von persönlicher Vorliebe und Fahrweise ab: Sitze ich lieber aufrecht oder nach vorn geneigt, fahre ich sportlich oder cruise lieber entspannt. In jedem Fall müssen Form und Position von Lenker und Sattel aufeinander abgestimmt sein. Wer schlecht sitzt, muss nicht unbedingt den Sattel wechseln. Es kann schon helfen, die Lenkerposition zu verändern. Ein schmaler Sattel ist zum Beispiel für geneigte Haltung optimal, bei aufrechter Haltung jedoch extrem unkomfortabel.

Wie finde ich das persönliche Optimum?
Am besten verändert man Sattel- und Lenkerposition sukzessive, bis man die komfortabelste Position gefunden hat. Ein Fachhändler kann dabei beraten -- viele Radfahrer sitzen zum Beispiel zu niedrig. Der Sattel lässt sich leicht verstellen. Beim Lenker ist das nur bedingt möglich, es sei denn, das Rad ist mit einem winkelverstellbaren Vorbau ausgestattet, mit dem sich die Höhe des Lenkers und sein Abstand zum Sattel variieren lassen, ohne dass dazu jedes Mal ein neuer Vorbau montiert werden muss. Hilfreich ist es, wenn der Vorbau ohne Werkzeug verstellt werden kann, denn so lässt sich die Sitzhaltung auch unterwegs ohne umständliche Schrauberei variieren.

Welche Folgen hat eine schlechte Sitzposition?
Sie kann für den Allerwertesten, für Rücken Nacken und Handgelenke unangenehm werden. Erstaunlicherweise hat die Deutsche Sporthochschule in Köln ermittelt, dass 70 Prozent der Alltagsradler über Schmerzen beim Radfahren klagen. Doch 60 Prozent der rund 1.000 Befragten unternehmen nichts dagegen! Ich verstehe das nicht! Es würde heute keiner mehr ein Auto kaufen, bei dem sich die Höhe und der Abstand des Lenkrads nicht einstellen lässt. Beim Fahrrad hingegen, wo die richtige Sitzposition noch viel wichtiger ist, wird offtmals am falschen Fleck gespart und auf einen winkelverstellbaren Vorbau oder auf einen variablen Lenker, wie z.B. unser A.H.S.-Lenkersystem, verzichtet. Wir bieten heute mit unseren ergonomisch anpassbaren Produkten die Möglichkeit, dass jeder die richtige Sitzposition findet. Doch leider wird derzeit noch viel zu wenig Gebrauch davon gemacht. Quelle: pd-f

Sicher im Sattel
ADFC-Experten geben Tipps zum sicheren Fahrradfahren

Wer das Fahrrad richtig beherrscht und sich im Straßenverkehr korrekt verhält, kommt sicher ans Ziel. Wie sicher Radfahrer ihr Rad tatsächlich im Griff haben, stellt sich aber oft erst in brenzligen Situationen heraus. In der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins Radwelt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) geben ADFC-Experten Tipps zum sicheren Radfahren.
„Rücksichtsvoll, vorausschauend, eindeutig und damit berechenbar fahren“, zählt ADFC-Radverkehrsexperte Martin Jobst die wichtigsten Verhaltensregeln auf. Grundsätzlich gelte, immer im Sichtbereich der anderen Verkehrsteilnehmer zu fahren und den Blickkontakt mit ihnen herzustellen. Mit Fehlern von anderen müssten auch Radfahrer immer rechnen. Ebenso gehören eine erhöhte Bremsbereitschaft in unübersichtlichen Situationen und ein regelmäßiger Check des Fahrrads zum Selbstschutzprogramm.Vor dem Start einmal die Bremsen kräftig anziehen, lautet die Empfehlung des ADFC-Technikexperten Andreas Oehler. „Bowdenzüge halten nicht ewig.“ Es sei besser, vor der Fahrt einen gerissenen Zug zu ersetzen, als dessen Versagen erst bei einer Vollbremsung zu bemerken. Auch die Kette sollte fest gespannt sein. Rutscht sie vom Ritzel, fällt bei Rädern mit Rücktritt eine wichtige Bremse aus. Mit rutschfesten Pedalen und fest montierten Lenkergriffen lässt sich ein Fahrrad ebenfalls sicherer handhaben – und natürlich gehört eine funktionierende Beleuchtung ans Rad.„Wer auf der Fahrbahn zu weit rechts fährt, verführt Autofahrer auch an engen Stellen zum Überholen,“ sagt Martin Jobst. Der Radverkehrsexperte empfiehlt einen Abstand von etwa einem Meter zum Fahrbahnrand und zu parkenden Autos. So könne das Risiko verringert werden, von einer sich plötzlich öffnenden Autotür gestoppt zu werden. Passiert es doch, „ist es nicht immer möglich, noch auszuweichen“, so Andreas Oehler. Durch eine gezielte Vollbremsung könne der Aufprall und dessen Folgen deutlich verringert werden. „Entscheidend bei einer Vollbremsung ist die Vorderbremse“, sagt er. Die hintere Bremse spiele nur eine untergeordnete Rolle, weil beim starken Bremsen das Hinterrad entlastet wird.
Wer regelmäßig Vollbremsungen übt, beherrscht sie in gefährlichen Situationen reflexartig. Bei etwa zehn Stundenkilometern sei es relativ unkritisch, einmal bewusst und herzhaft in die Bremsen zu greifen, erklärt Experte Oehler. Vor einer Vollbremsung sollten Radfahrer auf dem Sattel weit nach hinten rücken und sich mit nicht ganz durchgedrückten Armen gut am Lenker abstützen. Wenn der Straßenbelag allerdings rutschig und glatt ist, sei es besser, erst die Hinterradbremse zu benutzen. Oehler: „Ein ausbrechendes Hinterrad ist einfacher zu handhaben als ein rutschendes Vorderrad.“
Info: ww.adfc.de

Homepage | Sitemap | Aktuell | Rund ums Rad | Radwege | Tourentipps | Gesundheit | Fahrrad-Kontakte | Fahrradtechnik | Senioren und Internet | Vermieter | Impressum | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü