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Rund ums Rad
Praxistipps
Auf der Webseite fahrradzukunft.de lässt sich nach vorheriger Registrierung eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift herunterladen, die über sehr praxisnahe Themen berichtet. Zum Beispiel über Ledersättel, Ladegeräte für unterwegs (Nutzung des Nabendynamos u.a.) u.v.m. zur Homepage
Radtouren aufzeichnen mit der GPS-Maus:
Ein winziges Gerät zeichnet ihre gefahrene Route auf, die Sie dann zuhause am Computer auf einer Karte von Google Maps anzeigen lassen können. Auf Wunsch werden sogar Fotos genau dort eingeblendet, wo sie geschossen wurden Praxistest
Fahrräder der Zukunft, Lastenräder mehr
Tests: Fahrradanhänger für Kinder mehr
Magazin über Pedelecs und E-Bikes mehr
Bikeunit.de - Günstige
Fahrräder Online kaufen
Die Angst überwinden
ADFC bringt Fahranfänger rauf aufs Rad
Mit dem Fahrrad spontan an den See oder zum Einkaufen – was für die meisten selbstverständlich klingt, ist für manche Erwachsene und Jugendliche ein unerfüllter Traum. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) weist darauf hin, dass viele das Radfahren nie gelernt haben, weil ihre Eltern überängstlich waren oder weil sie aus einem Kulturkreis stammen, in dem das Radfahren unüblich ist. Einige haben das Radfahren aber auch wieder verlernt, weil sie beispielsweise nach einem Unfall ihre Berührungsängste mit dem Gefährt nicht überwinden konnten.
Für alle diejenigen, die nicht länger auf das Fahrrad verzichten wollen, bietet der ADFC seit einigen Jahren in ganz Deutschland Fahrradschulen an. Hier können sich Fahranfänger zunächst schrittweise an das Gefühl auf zwei Rädern gewöhnen – auf Laufrädern, Rollern oder Minirädern. Die Kurse werden von ehrenamtlichen Helfern veranstaltet.
Der ADFC hält auf seiner Homepage eine Liste mit Fahrradfahrschulen in Deutschland bereit.
Infos: www.adfc.de.
Hohe Fahrradlenker üben Druck aus
ADFC: Komfortgewinn durch die richtige Lenkerhöhe
Viele Fahrradfahrer nutzen ein sportliches Trekkingrad und fühlen sich mit der leicht geneigten Sitzposition wohl. Wer allerdings aus vermeintlichen Komfortgründen den Fahrradlenker einige Zentimeter über dem Sattelniveau einstellt, mindert damit nicht den Druck auf Handgelenken und Schultern. Das berichtet das Mitgliedermagazin Radwelt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in seiner neuen Ausgabe. Im Gegenteil: Ein hoher Lenker übt sogar mehr Druck aus.
Das menschliche Becken ist auf nur wenige Sitzpositionen festgelegt und kann nicht jede beliebige Neigung auf dem Sattel einnehmen. Deshalb lässt sich die Lenkerhöhe nicht frei wählen, sondern die Sitzposition legt die Position der Hände und damit auch die Lenkerhöhe fest. „Wenn ein Fahrradlenker für die sportliche Sitzhaltung zu hoch eingestellt ist, versucht der Körper instinktiv ihn nach unten wegzudrücken, dass übt nicht nur Druck auf die Handgelenke aus, sondern auch auf die Schultern“, sagt die Ergonomie- und Fahrradexpertin Juliane Neuß vom ADFC.
„Radfahrer, die ihren Lenker um einige Zentimeter nach unten stellen, werden merken, dass sich ihre Sitzhaltung kaum verändert, aber die Belastung der Handgelenke deutlich zurückgeht, weil sich die Schulter senkt“, so Neuß. Sie rät Radfahrern auch auf Cityrädern, die eine aufrechtere Sitzposition haben, den Lenker tiefer zu stellen, um auch hier die Schultern zu entlasten. „Ein tiefer Lenker erhöht den Komfort, auch wenn dies auf den ersten Blick paradox erscheint“, sagt die ADFC-Expertin.
Das ADFC-Magazin Radwelt liefert zahlreiche Tipps, Trends und Infos rund ums Radfahren. Die Radwelt erscheint alle zwei Monate und ist im ADFC-Mitgliedsbeitrag enthalten. Informationen zur Mitgliedschaft gibt es beim ADFC, Postfach 107747, 28077 Bremen, Infoline: 0421/34629-0, E-Mail: kontakt@adfc.de oder im Internet auf www.adfc.de. (07. Oktober 2011)
Interview mit Rolf Häcker, Ergonomie-Experte beim Lenkerhersteller Humpert
Wie man sitzt, so fährt man
Was macht eine optimale Sitzposition auf dem Rad aus?
Das hängt von Körperbau, individueller Beweglichkeit, von persönlicher Vorliebe und Fahrweise ab: Sitze ich lieber aufrecht oder nach vorn geneigt, fahre ich sportlich oder cruise lieber entspannt. In jedem Fall müssen Form und Position von Lenker und Sattel aufeinander abgestimmt sein. Wer schlecht sitzt, muss nicht unbedingt den Sattel wechseln. Es kann schon helfen, die Lenkerposition zu verändern. Ein schmaler Sattel ist zum Beispiel für geneigte Haltung optimal, bei aufrechter Haltung jedoch extrem unkomfortabel.
Wie finde ich das persönliche Optimum?
Am besten verändert man Sattel- und Lenkerposition sukzessive, bis man die komfortabelste Position gefunden hat. Ein Fachhändler kann dabei beraten -- viele Radfahrer sitzen zum Beispiel zu niedrig. Der Sattel lässt sich leicht verstellen. Beim Lenker ist das nur bedingt möglich, es sei denn, das Rad ist mit einem winkelverstellbaren Vorbau ausgestattet, mit dem sich die Höhe des Lenkers und sein Abstand zum Sattel variieren lassen, ohne dass dazu jedes Mal ein neuer Vorbau montiert werden muss. Hilfreich ist es, wenn der Vorbau ohne Werkzeug verstellt werden kann, denn so lässt sich die Sitzhaltung auch unterwegs ohne umständliche Schrauberei variieren.
Welche Folgen hat eine schlechte Sitzposition?
Sie kann für den Allerwertesten, für Rücken Nacken und Handgelenke unangenehm werden. Erstaunlicherweise hat die Deutsche Sporthochschule in Köln ermittelt, dass 70 Prozent der Alltagsradler über Schmerzen beim Radfahren klagen. Doch 60 Prozent der rund 1.000 Befragten unternehmen nichts dagegen! Ich verstehe das nicht! Es würde heute keiner mehr ein Auto kaufen, bei dem sich die Höhe und der Abstand des Lenkrads nicht einstellen lässt. Beim Fahrrad hingegen, wo die richtige Sitzposition noch viel wichtiger ist, wird offtmals am falschen Fleck gespart und auf einen winkelverstellbaren Vorbau oder auf einen variablen Lenker, wie z.B. unser A.H.S.-Lenkersystem, verzichtet. Wir bieten heute mit unseren ergonomisch anpassbaren Produkten die Möglichkeit, dass jeder die richtige Sitzposition findet. Doch leider wird derzeit noch viel zu wenig Gebrauch davon gemacht. Quelle: pd-f