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Tipps rund ums Rad

Rund ums Rad

Praxistipps
Auf der Webseite fahrradzukunft.de lässt sich nach vorheriger Registrierung eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift herunterladen, die über sehr praxisnahe Themen berichtet. Zum Beispiel über Ledersättel, Ladegeräte für unterwegs (Nutzung des Nabendynamos u.a.) u.v.m. zur Homepage

Die Angst überwinden


ADFC bringt Fahranfänger rauf aufs Rad


Mit dem Fahrrad spontan an den See oder zum Einkaufen – was für die meisten selbstverständlich klingt, ist für manche Erwachsene und Jugendliche ein unerfüllter Traum. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) weist darauf hin, dass viele das Radfahren nie gelernt haben, weil ihre Eltern überängstlich waren oder weil sie aus einem Kulturkreis stammen, in dem das Radfahren unüblich ist. Einige haben das Radfahren aber auch wieder verlernt, weil sie beispielsweise nach einem Unfall ihre Berührungsängste mit dem Gefährt nicht überwinden konnten.

Es gibt vielfältige Gründe, warum Erwachsene und Jugendliche nicht Rad fahren können, und es gibt zahlreiche Gründe, daran etwas zu ändern.
Für alle diejenigen, die nicht länger auf das Fahrrad verzichten wollen, bietet der ADFC seit einigen Jahren in ganz Deutschland Fahrradschulen an. Hier können sich Fahranfänger zunächst schrittweise an das Gefühl auf zwei Rädern gewöhnen – auf Laufrädern, Rollern oder Minirädern. Erst Schritt für Schritt, dann Tritt für Tritt, werden die Ängste abgebaut. Auf dem Programm stehen zudem Gleichgewicht und Koordination, Auf- und Absteigen, Bremsen und Ausweichen – und alles in dem Tempo, das individuell notwendig ist, um in die anfangs verkniffenen Gesichter der Teilnehmer strahlende Lächeln zu zaubern.
Mitglieder des ADFC erhalten meist Vergünstigungen auf die Teilnahmegebühr.
Die Kurse werden von ehrenamtlichen Helfern veranstaltet.

Der ADFC hält auf seiner Homepage eine Liste mit Fahrradfahrschulen in Deutschland bereit.
Infos: www.adfc.de.


Interview mit Rolf Häcker, Ergonomie-Experte beim Lenkerhersteller Humpert

Wie man sitzt, so fährt man

Was macht eine optimale Sitzposition auf dem Rad aus?
Das hängt von Körperbau, individueller Beweglichkeit, von persönlicher Vorliebe und Fahrweise ab: Sitze ich lieber aufrecht oder nach vorn geneigt, fahre ich sportlich oder cruise lieber entspannt. In jedem Fall müssen Form und Position von Lenker und Sattel aufeinander abgestimmt sein. Wer schlecht sitzt, muss nicht unbedingt den Sattel wechseln. Es kann schon helfen, die Lenkerposition zu verändern. Ein schmaler Sattel ist zum Beispiel für geneigte Haltung optimal, bei aufrechter Haltung jedoch extrem unkomfortabel.

Wie finde ich das persönliche Optimum?
Am besten verändert man Sattel- und Lenkerposition sukzessive, bis man die komfortabelste Position gefunden hat. Ein Fachhändler kann dabei beraten -- viele Radfahrer sitzen zum Beispiel zu niedrig. Der Sattel lässt sich leicht verstellen. Beim Lenker ist das nur bedingt möglich, es sei denn, das Rad ist mit einem winkelverstellbaren Vorbau ausgestattet, mit dem sich die Höhe des Lenkers und sein Abstand zum Sattel variieren lassen, ohne dass dazu jedes Mal ein neuer Vorbau montiert werden muss. Hilfreich ist es, wenn der Vorbau ohne Werkzeug verstellt werden kann, denn so lässt sich die Sitzhaltung auch unterwegs ohne umständliche Schrauberei variieren.

Welche Folgen hat eine schlechte Sitzposition?
Sie kann für den Allerwertesten, für Rücken Nacken und Handgelenke unangenehm werden. Erstaunlicherweise hat die Deutsche Sporthochschule in Köln ermittelt, dass 70 Prozent der Alltagsradler über Schmerzen beim Radfahren klagen. Doch 60 Prozent der rund 1.000 Befragten unternehmen nichts dagegen! Ich verstehe das nicht! Es würde heute keiner mehr ein Auto kaufen, bei dem sich die Höhe und der Abstand des Lenkrads nicht einstellen lässt. Beim Fahrrad hingegen, wo die richtige Sitzposition noch viel wichtiger ist, wird offtmals am falschen Fleck gespart und auf einen winkelverstellbaren Vorbau oder auf einen variablen Lenker, wie z.B. unser A.H.S.-Lenkersystem, verzichtet. Wir bieten heute mit unseren ergonomisch anpassbaren Produkten die Möglichkeit, dass jeder die richtige Sitzposition findet. Doch leider wird derzeit noch viel zu wenig Gebrauch davon gemacht. Quelle: pd-f


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